Aktshooting/Dessous Shooting – WIE BITTE?

Ich wollte schon länger zu diesem Thema etwas schreiben.

Ich höre immer wieder die spannendsten und zugleich schaurigsten Geschichten, wenn ich mit Models und/oder Amateuren in Bremen über dieses Thema spreche.

Das unglaublichste was mir erzählt wurde:

Sie (das Model) hatte ein Aktshooting bei einem “Fotograf”. Da es ihr erstes Mal war, wollte er ihr den Stress nehmen und schlug (ernsthaft!) vor, sich ebenfalls auszuziehen, damit sie nicht allein nackt sein muss. – Unvorstellbar? Aber leider wahr. Packt sofort eure Sachen zusammen und geht sofort! Ich könnte viele Beispiele hier nennen die mir von Frauen erzählt wurden. Aber ein Beispiel reicht um zu verstehen was ich damit sagen möchte.

Auf dem Foto: Elisabeth

Wie in jeder Branche gibt es auch hier genügend schwarze Schafe. Darum ein paar Tipps von mir, die euch vielleicht das eine oder andere ersparen:

Für Models/Kunden:

Begleitung: wenn es euer erstes Aktshooting/Dessous Shooting ist und ihr den Fotografen nicht kennt, nehmt Begleitung mit. Am besten eine Person der ihr vertraut und die euch aber auch beim Shooting nicht stört. Also gute Freundin, Schwester, etc. – auch gerne der eigene Freund, solange der nicht die Definition von Eifersucht darstellt und dann den Fotografen als neues Ziel sieht ;). Für diesen Fall, um den Freund zu beruhigen bin ich auch mal der Fotograf, der nicht auf Frauen steht. 🙂  

Ich persönlich bestehe meist darauf – zumindest bei Amateuren, die das erste Mal bei mir sind – dass eine Vertrauensperson mitkommt. Sollte dies ein Fotograf ablehnen – Finger weg!

Arbeiten des Fotografen ansehen: Sicher kann es sein, dass es noch keine gibt – jeder muss mal anfangen fragt ihn aber auf jeden Fall, warum er gerade in diesem Bereich anfängt. Ohne Erfahrung gesammelt zu haben im Portrait Bereich ist es schwer – aber wenn es was gibt, unbedingt ansehen.

Referenzen: seht euch auf Social Media Sites um und erkundigt euch gerne. Ich persönlich würde sogar vorziehen, zumindest einmal vorab telefoniert zu haben. Wenn das Telefonat schon mal nicht zufriedenstellend verläuft – sein lassen!

Ausgangssituation: Legt eindeutig fest, was ihr euch vorstellt und was ihr auf keinen Fall möchtet. Je klarer die Ausgangssituation, desto einfacher.

Für Fotografen:

Respekt: Auch wenn das Model evtl. in Kürze nackt/halbnackt vor der Kamera steht: Während sich das Model entkleidet oder die Kleidung wechselt, hat der Fotograf wegzusehen. Der Akt des Entblößens ist und bleibt ein sehr intimer Moment und sollte auch so behandelt werden. Ein Blick auf die Kamera oder ein Wegdrehen vom Model ist das einfachste was man in diesem Moment machen kann.

Vorbereitet sein: Posing, Licht, …. muss alles eingestellt sein bevor das Model die Hüllen fallen lässt. Wenn doch mal etwas nicht stimmt? Dann Gerne bedeckt mit einem Bademantel.

Berühren: ist ein absolutes NEIN! Und schon gar nicht ohne vorab darüber gesprochen zu haben. Hier macht es die Situation ebenfalls leichter, wenn eine Stylistin oder eben eine Bekannte des Models mit ist.

Mehr muss ich jetzt erstmal nicht schreiben. Ich glaub damit wurde einiges gesagt um darüber mal nachzudenken.